Drechselbank – Infos, Vergleiche und Angebote

Die Drechselbank ist eine Maschine, die Rotationskörper überwiegend aus Holz herstellt. An ihr können einfache Formen, wie rechtwinklige Flächen hergestellt werden. Kegelflächen und Kugelflächen können ebenfalls mit der Drechselbank herstellt werden, gehören allerdings zu den komplexeren Formen. Das Werkstück wird zwischen dem Spindelstock und Reitstock gespannt und in Rotation versetzt. Während der Rotation, wird das Werkzeug mit der einen Hand durch Druck an der Handauflage fixiert und gegen das rotierende Werkstück gedrückt. Mit der anderen Hand gibt man die Richtung des Drechselmessers an.

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Drechselbank für anspruchsvolle Anwender
14 Bewertungen
Drechselbank für anspruchsvolle Anwender
  • Lieferung mit Körnerspitze, Handstahlauflage, Mitnehmer, Planscheibe
  • 5 Jahre Garantie
  • 6-Geschwindigkeiten
  • Für große Werkstücke geeignet
Drechselbank DB 450 Drehmaschine
27 Bewertungen
Drechselbank DB 450 Drehmaschine
  • max. Drehdurchmesser 254 mm
  • Betthöhe 127 mm
  • Spitzenweite 450 mm
  • Motor 370 W / 230 V
  • Gewicht 38 kg
HOLZMANN DRECHSELBANK D_460FXL
4 Bewertungen
HOLZMANN DRECHSELBANK D_460FXL
  • großer Drehdurchmesser über Bett ermöglicht das Drechseln von Werkstücken mit großem Durchmesser - ideal um zB Teller zu drechseln
  • benutzerfreundlich durch stufenlos regelbare Drehzahl
  • digitale Drehzahlanzeige
  • komfortables Arbeiten dank Handauflage und Schnellverstellung
  • Spindel/Reitstockbohrung 10mm


Allgemeiner Aufbau einer Drechselbank

Trotz der technischen Entwicklung, hat sich die Drechselbank vom Grundaufbau seit langer Zeit kaum verändert. Selbst die Bauweise des Drechslers wurde von den Metallbauern übernommen. Somit wurde aus dem holzverarbeitenden Drechsler, die um einiges stabiler gebaute Drehbank des Metallverarbeiters. In der heutigen Zeit wird die Drehbank von der vollautomatischen CNC-Maschine ersetzt, was die Massenproduktion in der Industrie einfacher macht.

Maschinenbett

Maschinenbett von DrechselbankDas Maschinenbett ist mit anderen Worten ausgedrückt, das Fundament des Drechslers. Dieser besteht aus zwei waagerechten Hälften, die von zwei Ständern gehalten werden. Für die hohe Standfestigkeit sind die gefertigten Teile aus Gusseisen verantwortlich. Die Lücke zwischen den zwei waagerechten Hälften, dient zur Befestigung und Orientierung der anderen Komponenten. Es gibt die Maschinenbetten in verschiedene Größen, dabei kann die Länge sehr stark variieren. Das Maschinenbett kann von kleinen Tischbeinen aus Holz, bis hin zu großen Säulen in verschiedene Längen hergestellt werden.

Spindelstock

Spindelstock von Drechselbank

In den meisten Fällen befindet sich der Spindelstock auf der linken Seite des Drechslers. Der Spindelstock ist der Grund, wieso das Drechseln möglich ist. Durch seinen Motor entsteht die rotierende Bewegung, die dann an das Werkstück weitergegeben wird. Das Ergebnis ist, dass sich das Material dreht. Es gibt verschiedene Arten, wie der Motor des Spindelstocks angetrieben wird. In dem heutigen Stand der Technik wird der Motor elektrisch angetrieben.

Reitstock

Reitstock von Drechselbank

Der Reitstock hat die Funktion dem gewünschten Material Gegendruck zu erteilen, damit das Werkstück im Laufe der Rotation nicht abfliegt. Es wird beispielsweise Holz zwischen dem Spindelstock und Reitstock gepresst und mithilfe eines Handrades festgezogen. Dabei greift eine Zentrierspitze an die Oberfläche des Materials und fixiert diese mit einer Zentrierbohrung. Der Reitstock sowie die anderen Teile einer Drechselbank, bestehen ebenfalls aus Gusseisen.

Handauflage

Handauflage von DrechselbankWie auch die anderen Komponenten, ist die Handauflage an dem Maschinenbett befestigt. Dabei liegt die Handauflage flach auf und kann je nach Arbeit verstellt werden. Die Verstellbarkeit beschränkt sich allerdings auf das Vor- und Zurückschieben und auf die Dreh- und Höhenverstellbarkeit. Hauptsächlich dient sie dazu seine Hand während dem Drehvorgang mit dem Werkzeug aufzulegen. Dabei ist es wichtig, dass alle Teile an der Drechselbank fest fixiert sind.


So beginnt man mit dem Drechseln

Bevor man anfängt das erste Holz auf der Drechselbank zu bearbeiten, sollte man sich über die Tätigkeiten und Materialien die man verwendet, vorerst informieren. Es gibt verschiedene Arten das Drechseln zu erlernen. Eine Art davon wäre ein Kurs zu besuchen. Dort werden die Grundlagen erläutert und praxisnah dargestellt. Einige Grundlagen während des Kurses wären zum Beispiel: Einweisung am Arbeitsplatz, Arbeitssicherheit, Werkzeugschliff, Material-, Holz- und Werkzeugkunde. Wer die Erfahrung lieber selber machen will, kann sich das ganze auch einfach selber beibringen. Mittlerweile gibt es im Internet auf jede Frage eine Antwort.

Vorbereitung des Werkstücks:

Werkstück zur VorbereitungZuallererst ist es empfehlenswert sich ein bereits gesägtes Holzstück zu nehmen. Denn dieses Holzstück dient in erster Linie für Testzwecke. Um auf beiden Seiten gerade Flächen zu erhalten, macht es Sinn beide Seiten mit der Säge zu entfernen. Danach sollte man das Holzstück abmessen und sich bereits davor im klaren sein, wie groß das Ergebnis werden soll. Falls Sie noch ein Anfänger sind und keinerlei Vorstellungen von Ihrem Ergebnis haben, ist dies nicht weiter schlimm, da wie bereits erwähnt das Holzstück als Testobjekt dient. Damit das Holzstück beim Drechseln nicht wegrutscht und man es stabil an die Drechselbank befestigen kann, ermittelt man die Mitte auf beiden Seiten und zeichnet sie ein. Mit den beiden Seiten sind die Punkte gemeint, wo Reitstock und Spindelstock auf das Holz treffen, um es zu befestigen. Wenn man die Mitte eingezeichnet hat, sollte man mit dem Vorstecher ein kleines Loch in die eingezeichneten Punkte schlagen. Wer sich ein wenig Arbeit ersparen möchte, kann auch die Ecken absägen. Das heißt man schneidet von einer Ecke zur anderen Ecke, damit sich anstatt 4 Ecken, 8 bilden.

Werkstück einspannen und Drechselbank einstellen:

Holzstück einspannenSobald man mit der Vorbereitung des Holzstückes fertig ist, steckt man das Holzstück in die Mitnehmerspitze des Spindelstocks. Je nach Lage, wird dann der Reitstock vor oder zurück geschoben und danach ebenfalls in die Mitnehmerspitze gesteckt. Nun dreht man mit mesigen Druck das Holzstück fest. Wenn man das Ganze zu fest dreht, kann es dazu führen, dass das Holz platzt. Nach der Platzierung sollte man die Geschwindigkeit beziehungsweise die Keilriemen Stärke an der Drechselbank einstellen. Bei kleinen Holzteilen und auch vor allem bei Anfängern, wäre die kleinste oder zweit kleinste Stufe Empfehlenswert, da aufgrund der Größe des Holzes wenig Unwucht entsteht.

Nach dem Einspannen, folgt die Einstellung der Handauflage. Das Holzstück wird so weit gedreht, bis die breiteste Seite gegenüber der Handauflage liegt. Unterdessen sollte die Handauflage so nah wie möglich parallel zum Holz eingestellt werden. Die Handauflage wird dann fürs Erste leicht angezogen. Um sicher zu gehen, dass das Holz die Handauflage während der Rotation nicht berührt, dreht man das ganze mehrmals mit den Händen. Wenn es der Fall ist, muss man den Abstand korrigieren und danach die Handauflage anziehen.

Werkzeug fürs Drechseln:

Drechselmesser fürs DrechselnFür das Drechseln benötigt man natürlich auch das passende Werkzeug. In diesem Fall benötigt man fürs Drechseln eine kleine und große Schubröhre, eine Schalenröhre für die feineren Stellen und eine Meisel. Die oben genannten Werkzeuge sollten immer gut geschärft sein, um ein optimales Drechseln zu gewährleisten. Für einen vollständiges Werkzeugset in eurer Drechslerei, benötigt Ihr noch einen runden Abschaber sowie einen kleinen Abstecher.

Sicherheit beim Drechseln:

Bevor man nun mit dem Drechseln beginnt, möchten Wir nochmal darauf Hinweisen, dass die Schutzkleidung beim Drechseln sehr wichtig ist und ein sauberes arbeiten fördert. Daher ist es wichtig eine Schutzmaske und Kopfhöhrer während des drechselns zu tragen. Wenn die vorherigen Schritte abgearbeitet wurden und man die Schutzkleidung trägt, schaltet man nun die Drechselbank ein.

Erste Schritte und Tipps:

DrechselnFür den Anfang, sollte man das Holzstück einige Male drehen lassen, damit man auf eventuelle Fehler direkt reagieren kann. Das Werkzeug wird mit der einen Hand am Griff gehalten und an der Hüfte fixiert. Mit der anderen Hand fixiert man die Werkzeugspitze durch Druck an der Handauflage. Man sollte immer von der Mitte nach außen Drechseln und dabei möglichst erst eine Seite bearbeiten. Natürlich ist es nicht als Anfänger direkt möglich die besten Sachen zu drechseln. Daher muss man einiges an Erfahrung sammeln. Es macht durchaus Sinn, erstmal verschieden starken Druck auf das Werkstück anzuwenden und zu schauen was passiert. Nach einer Zeit, schaltet man die Drechselbank aus und schaut sich an, was man bereits gedrechselt hat. Dann schaltet man die Drechselbank wieder ein und beginnt mit der anderen Seite, damit das Holzstück gleichmäßig abgetragen wird. Es ist wieder zu beachten, dass man nur von der Mitte nach außen drechselt. Wenn man merkt, dass alles etwas schleppend voran geht, kann man die Geschwindigkeit erhöhen, denn dadurch werden die Ergebnise besser. Wichtig ist noch zu sagen, dass die Handauflage immer zu korrigieren ist, da sich die Größe des Werkstücks verringert.

Letzte Aktualisierung am 24.02.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API